Seit Montag ist es soweit: Das neue Semester am McGilvary-College of Divinity hat begonnen; dieses Jahr mit 12 Studenten im Masterprogramm und 23 bei den Bachelors. Wegen COVID ist es aber immer zur Zeit noch nicht mōeglich, dass sich die Studierenden in den Vorlesungssälen treffen. Auch das Wohnheim und die Mensa müssen noch geschlossen bleiben. Und der Unterricht findet online statt, oder besser gesagt, semi-online, so nennt man es hier offiziell. Warum nur halb-online?

Das hängt damit zusammen, dass unsere Studenten, vor allem die aus den ethnischen Minderheiten wie Karen, Lahu oder Akha, oft aus sehr ländlichen, weit abgelegenen Dōrfern kommen. Manchmal gibt es dort kein oder nur schlechtes Internet, was live online-Unterricht schwer macht. Deswegen semi-online: Viele meiner Kollegen nehmen Videos auf, die sie dann auf eine Plattform im Internet stellen. Mit online-meetings versuchen wir, etwas wie eine Klassengemeinschaft aufzubauen.

Deswegen habe ich seit dieser Woche mein Büro komplett umgeräumt, um bessere Bedingungen für die Aufnahme die Videos zu schaffen – dieses Semester unterrichte ich Hebräisch und Altes Testament 1. Die ersten online-Treffen haben gut geklappt und nach und nach werden meine Studenten und ich sich immer mehr in der neuen Welt des online-Unterrichts zurechtfinden – bis dahin, dass auch Hausaufgaben, Referate, Quizzes online erledigt werden. Trotzdem vermisse ich es, die Studierenden im Klassenzimmer zu treffen - und soweit ich gehōrt habe, geht es auch den Studis so ...

Bewerbungsgespräch online
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online-Unterricht meines Kollegen Dr. Golf
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Fortbildung zum online-Unterricht
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