beten


Neulich bin ich beim Jogging an diesem riesengroßen Plakat vorbei gekommen. Es ist eine Einladung, zum Gebet zu kommen.

Herzliche Einladung zum Gebet, … um Segen zu bitten

Ong-luang-Pho-phra-jao-than-jay-sag-sith (Name der verehrten Gottheit)

Etwa 500 Jahre alt, im Doi Kham Tempel.

Wer das erste Mal kommt, muss keinen Jasmin opfern. Entzünde drei Räucherstäbchen, sage dreimal das namo (eine Art Einleitung zum Gebet) und dann folgenden Spruch zur Verehrung:

Dann nenne deinen Namen, Nachnamen, Adresse. Bitte nur um eine Sache und gelobe, Jasmin zu opfern (mindestens 50 Kränze). Wenn du das Erbetene bekommen hast, komm und löse dein Gelübde ein.

Du kannst um alles bitten, je nach Wunsch: um Glück, um Arbeit, vor Prüfungen, für beruflichen Aufstieg, bei Schulden, in Rechtsverfahren, bei Krankheit und vieles mehr.

Jeden Tag geöffnet, von 8.00 bis 19.30 Uhr.

So eine Einladung spricht Bände über die Gebetspraxis hier in Thailand. Mich hat diese Einladung ermutigt, Gott selbst öfter im Gebet zu suchen. Ich bin froh, dass ich meinen himmlischen Vater um alles bitten kann. Ja noch mehr: Er weiß, was ich (wirklich) brauche. Er kennt meinen Namen. Er weiß, wo ich wohne, wer ich bin, woher ich komme und wohin ich gehe. Ich kann ihm mein Herz ausschütten und er versteht mich auch dann noch, wenn meine Gebete sich nicht mehr in bestimmte Worte fassen lassen. Seine weiten Arme stehen erwarten mich Tag und Nacht (auch noch nach 19.30 Uhr).